Thais - Rifail Ajdarpasic & Ariane Isabell Unfried

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Fotos: Rifail Ajdarpasic & Thilo Beu
PRESSE | REVIEWS
“(...) Die intellektuelle Differenzierungskunst in der Frage nach der Dialektik von Gut und Böse gewinnt in einer unablässigen musikdramatisch ansteigenden Kurve immer deutlicher Kontur. »Thaïs« ist ein Schlüsselwerk im Schaffen des großen französischen Komponisten, (...). Das weiß auch Bonns musikalischer Opernchef Stefan Blunier. Ihm ist die Partitur eine Herzensangelegenheit, und er hat mit dem fabelhaft disponierten und in einer ausgezeichneten Verfassung aufspielenden Beethoven-Orchester einen ohne Vorbehalte auf das – auch musikalische – Wagnis eingehenden Unterstützer, im Einklang mit einer Regie, die nicht zu viel will und nicht zu wenig kann, eine große Premiere dirigiert, die zu einer der besten der nun endenden Spielzeiten bundesweit geriet. (...)
Im Grunde hatte auch Regisseur Francisco Negrin, (...), die Bedeutung dieser zentral in der Mitte der Oper stehenden, genialen gesangsfreien Nummer für die innere Wandlung der Titelheldin erkannt und sich davor gehütet, die Bühnenaktion hier unnötig zu überfrachten. Auch das ist Kunst, vielleicht sogar die höchste. Das heißt nicht, das ihm und dem fantasievollen Bühnenbildner Rifail Ajdarpasic, assistiert von einer durch ideale Mischung zwischen Modern und Klassisch geprägten Ästhetik in den Kostümen (Ariane Isabell Unfried), sonst nichts eingefallen wäre. Im Gegenteil: (...)“ Das Opernglas

“(...) Das Regie-Team um Francisco Negrin findet für die unterschiedlichen Lebenswelten der Thaïs und des Athanaël beeindruckende Farben, Lichteffekte und Bilder.
Beeindruckend gelingt auch der Einsatz einer mit zahlreichen Scheinwerfern versehenen riesigen Lichtscheibe, die erstmals bei der berühmten "Méditation" aus dem Schnürboden herabgelassen wird, wenn Thaïs endgültig zu der Einsicht gelangt, dass sie ihr sündiges Leben hinter sich lassen möchte. Von nun an dominiert diese Scheibe genauso den weiteren Verlauf der Oper wie das immer wieder anklingende Motiv der "Méditation". Mal sind die Scheinwerfer in sanftem Gelbton gehalten und wirken wie eine Sonne, die Thaïs gewissermaßen sehend macht. Mal scheinen sie absolut grell durch Athanaëls Zelle, weil er durch seine Gefühle für Thaïs seine Einsicht verliert. Wenn Athanaël aus Alexandria zurückgekehrt ist, befindet sich in seiner Zelle auch nicht mehr das Kreuz, an dem er zu Beginn gebüßt hat, sondern ein weißer Stuhl auf einer Säule, der an Thaïs' Wohnung in Alexandria erinnert. Großen Eindruck hinterlassen auch die Feuerprojektionen. So scheint Thaïs ihren gesamten Besitz in Brand zu stecken, wenn sie mit Athanaël die Stadt verlässt. (...)
Musikalisch gelingt dem Beethoven Orchester Bonn unter der Leitung von Stefan Blunier eine lyrisch anmutende Umsetzung der Partitur, die die lautmalerischen Elemente der Musik genauso differenziert herausarbeitet wie die sakralen Klänge im Kloster. (...)
Die Inszenierung und die musikalische Umsetzung dieser selten gespielten Oper machen eine Fahrt nach Bonn empfehlenswert, auch wenn am Ende nicht viel mehr als die "Méditation" im Ohr bleibt.“ Online Musik Magazin

“(...) Das Publikum, das bei der Premiere am Sonntag bereits dabei war, hat ein sehr eindeutiges Votum für Massenets "Thaïs" abgegeben: Die Produktion wurde mit minutenlangem Jubel bedacht, wobei man sich mehrheitlich von den Sitzen erhob. (...)
Der französischen Regisseur Francisco Negrin erfühlt in seiner Inszenierung sozusagen den ruhigen Pulsschlag der Musik, die er in große Bilder übersetzt. Die Figuren wandeln zwischen klassizistischen Bühnenelementen, deren leuchtendes Zentrum eine Art Himmelsscheibe ist (Bühne: Rifail Ajdarpasic). Das sieht alles sehr opulent aus. In dieser Umgebung zaubert Thomas Rischer magische Lichtimpressionen, die durch Joan Rodòn Sanjuans Video-Einspielungen wirkungsvoll unterstrichen werden. Beeindruckend aber auch die auf der leeren Drehbühne angesiedelte Wüsten-Szene. (...)“ Generalanzeiger Bonn

“(...) Das Publikum feiert ovationsartig die großartig gelungene Inszenierung von Francisco Negrin, wobei Bühnenbildner Rifail Ajdarpasic mit seiner riesigen Leuchtscheibe sicherlich einen großen Erfolgsanteil am Gelingen dieser Produktion hatte. Daß man mit Stefan Blunier über den besten Dirigenten im deutschsprachigen Raum für so ein Werk verfügen konnte, war der ergänzende Glücksfall für diesen fabelhaften Musiktheaterabend. (...)
Abschließend möchte ich noch die sehr feinsinnig ausgesuchten und passenden Kostüme von Ariane Isabell Unfried erwähnen, die mit großer Liebe zum Detail und außergewöhnlicher Akkuratesse in Erinnerung bleiben.
Fazit: Alles in Allem ein schöner Abend und ein Plädoyer für die zukünftig hoffentlich häufigere szenische Produktion eines Werkes, dem man durchaus den Titel "vergessenes Opernjuwel" attestieren dürfte. Was für eine grandiose Gesamtleistung der Bonner Oper, und ein Opernwunder, wenn man unter diesen gewaltigen Etatkürzungen noch solche Abende hervorzaubern kann.“ Der Opernfreund

“(...) Regisseur Francisco Negrin bringt den Dualismus von jenseitsgewandtem Mönchsdasein wie lebensfroher Sinnlichkeit in ruhigen, geradezu hypnotisch fokussierenden Bühnenbildern (Rifail Ajdarpasic) eindrucksvoll zur Geltung. Bereits das erste Bühnenbild, Athanaël geißelt sich an einem übergroßen Kreuz begleitet von dem Chorgesang betender Mönche, erzeugt eine ergreifende, meditative Grundstimmung. Eine riesige, mit zahllosen Strahlern besetzte Sonnenscheibe begleitet die Handlung ebenso stimmungsvoll wie die lebensfrohen aber nie lasziven Kostüme (Ariane Isabell Unfried) der ägyptischen Frauen oder die spartanische, in Halbdunkel getauchte Drehbühne, welche Thaïs qualvolle Wanderung ins Kloster aufwühlend abbildet. Ein gelassen wandelnder Weiser (Yuhi-Rango Binama) und vier die Albträume der Protagonisten tänzerisch abbildende Schakale, runden das schlüssige wie ergreifende Regiekonzept dieser Thaïs-Produktion des Theater Bonn ab.
Dem Theater Bonn gelang mit dieser mutigen Thaïs Produktion ein großer Wurf. Ungewöhnlich, mit welcher Verve das Publikum die Thaïs Inszenierung, das Beethoven Orchester und Ensemble feierte. Man schien sich einig, die mitreißende Premiere einer seltenen Opern-Produktion erlebt zu haben. (...)“ IOCO-Das Klassik Portal für Oper, Ballett und Operette

“(...) Wie lässt sich der Sonderling der Oper überhaupt inszenieren? Der Franzose Francisco Negrin hat sich im Team mit dem Bühnenbildner Rifail Ajdarpasic und der Kostümdesignerin Ariane Isabell Unfried für eine Lösung entschieden, die einen passablen Mittelweg zwischen Hollywood-Ägypten und dem Theater der sprechenden Leere findet. Sie hätte durchaus auch jemandem einfallen können, der an einem Tag sowohl das Ägyptische Museum in Kairo wie das Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe besucht hätte. Assoziationen zur Welt der Pharaonen weckt eine übergroße Scheibe im Bühnenzentrum, die die Protagonisten je nach Gefühlslage als Himmelskompass wie als Fanal des Verderbens deuten können. Völlig leer ist die Bühne als Schauplatz der Szene in der Wüste, der ideale Ort zugleich für das wunderbare, weil zurückgenommene Duett von Kurtisane und Mönch Baigne d’eau mes mains. Hier stellt sich manchem vielleicht der Gedanke an Massenets Manon ein, die wie der Werther in den Jahren zuvor komponiert wurde. Bleiben nicht zuletzt die mobilen grellen Lichtbatterien, die Thomas Roscher hinter der Riesenscheibe installiert hat. Auf hohe Intensität gezoomt, brennen sie gleichsam das Schicksal des Menschen zwischen Gottesferne und Erdennähe den Besuchern in die Seele. Tänzer mit Köpfen von Schakalen, die sich geschmeidig-biegsam um die Handelnden ringeln, verdeutlichen die Bedrohung, die stets spürbar und allzeit präsent ist. (...)
Das begeisterte Bonner Publikum jedenfalls hat bekommen, worauf es gewiss gewartet hat. Minutenlang feiert es am Ende, die meisten dann stehend, die Akteure des Abends, ohne groß zwischen musikalischer Performance und Inszenierung zu differenzieren. Die Oper hat vielleicht, ausgehend vom Theater Bonn, eine neue Chance gewonnen, vollständig wahrgenommen zu werden. Gnade für Thaïs! Ist schon die Kurtisane und Nonne von einst todgeweiht, sollte doch wenigstens die Oper leben.“ Opernnetz

“(...) Das Theater Bonn hat wieder einmal auf ein vernachlässigtes Werk aufmerksam gemacht. Die lange Reihe bemerkenswerter Aufführungen (...) setzt sich mit „Thaïs“ erfreulich fort.“ Revierpassagen

“Meeslepende Thaïs boekt succes in Bonn. (...) Voor liefhebbers van Franse opera is dit een absolute aanrader!“ Operamagazine

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Ausgewählte Arbeiten im Bereich Oper | Theater | Musical l Tanz

Selected works in the field of Opera | Theatre | Musical | Dance
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ABOUT

Wir sind ein international tätiges und in unserer kreativen Arbeit mehrfach ausgezeichnetes künstlerisches Team.
Unsere Ästhetik zeichnet sich vor allem durch eine zeitgenössische und inhaltlich geprägte Herangehensweise innerhalb der szenischen Künste aus, die dadurch zu sehr individuellen und unverwechselbaren Ergebnissen im künstlerischen Ausdruck führt. Die Kraft überzeugender Ideen.
Neben unseren gemeinsamen Projekten sind wir auch einzeln als Bühnenbildner und Kostümbildnerin tätig.

We are an internationally operating  artistic team with multiple awards for our creative work.
Our esthetics is distinguished by a contemporary and content-focused approach within  the scenic arts, which leads to highly individual and unique results in  its artistic expression. The power of convincing ideas.
Beside our common projects we are also working separately as set designer and as costume designer.
STORY

Jede erzählenswerte Geschichte braucht Leidenschaft und Originalität.

Every story worth telling needs passion and originality.
© RIFAIL AJDARPASIC & ARIANE ISABELL UNFRIED
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