Jesus Christ Superstar - Rifail Ajdarpasic & Ariane Isabell Unfried

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Fotos: Nilz Böhme & Rifail Ajdarpasic
PRESSE | REVIEWS
“(...) Überhaupt gehört das Bühnenbild zu den heimlichen Stars dieser Inszenierung. (...)
Eine Treppe als Sinnbild für Aufstieg und Fall und zur Verdeutlichung der Verlorenheit eines Einzelnen ist jedenfalls ein geschickter Kunstgriff. Durch den Dom im Hintergrund braucht es auch gar nicht mehr Firlefanz auf der Bühne. (...)
Für diese gelungene Premiere jedenfalls ernteten die Beteiligten auf und hinter der Bühne standing ovations - und das mehr als verdient!“ AVALOST-Kulturmagazin

“(...) Obwohl (oder gerade weil) das, was die meisten Zeitgenossen so von den letzten Tagen des Gottessohnes der Christen zu wissen meinen, nicht mit religiöser Andacht zelebriert, sondern eher kritisch hinterfragt wird. Mit einem Judas, der hier nicht nur der sprichwörtliche Verräter ist. Er ist der Freund, der sich sorgt, dass alles aus dem Ruder läuft. Er ist ein ernsthafter Gegenspieler von Jesus. Hier vielleicht sogar der Nachfolger in dem großen „Showgeschäft“, in dem das ganze spielt. Timothy Roller kommt als Spielführer durchs Publikum auf die Bühne und hebt sich als Judas Jeansklamotten von der dunklen, in der Euphorie gleichgeschalteten Masse der Fans immer ab. Die Silberlinge, die ihm die Priester als die Vertreter des Establishments im Smoking für seinen Verrat vor die Füße werfen, nimmt er, bringt sich nach dem Verrat zwar um, taucht aber am Ende wieder auf.
Bei Regisseur Sebastian Ritschel und seinem Ausstatter Rifail Ajdarpasic sieht es danach aus, als könnte er als neuer Star die ganze Show übernehmen. Tatsächlich hatte Webber seinerzeit überlegt, das ganze Stück „Judas“ zu nennen. Er setzte dann aber doch lieber nicht auf das Verräter- sondern das Superstar-Image. (...)
In Magdeburg ist die Geschichte um die letzten Tage von Jesus optisch ziemlich schnörkellos und folklorefrei die eines Hero von heute. HERO ist denn auch der Leuchtschriftzug, der über der Bühne prangt. (...)“ NMZ-Neue Musikzeitung

“Ganz zum Schluss, es ist Nacht auf dem Domplatz, hängt Jesus am Kreuz, und die Streicher des Orchesters übernehmen das Zepter. Die gotische Kathedrale ist kurzzeitig angestrahlt, ein berührendes Schlussbild. Das Gotteshaus wird wieder einmal zum Mitspieler. Dieses Mal besonders intensiv (...)
Die Bühne (von Rifail Ajdarpasic) ist eine riesige Treppe, wie ein Aufgang in einen Kirchenraum, auf der die Menge jubelnd tanzt und ausgelassen ihren Superstar, ihren Hero, feiert. (...)
Die Menge, Kapuzen hochgezogen, Sonnenbrillen auf (...), ist da schon längst bewaffnet mit Eisenstangen, Baseballschlägern und Fackeln. Es ist genau das, was man heute Mob nennt, der, erst einmal losgelassen, nicht mehr zu halten ist. Er fordert lauthals singend: „Wir wollen ihn am Kreuz“, schlägt aber zuvor erst einmal zu. Mit 39 Peitschenhieben wird Jesus der Rücken blutig geschlagen. Pontius Pilatus (Johannes Wollrab) hoch oben im Glockenturm zählt zackig mit. Und während er im großen Wasserbecken auf der Bühne die Hände in Unschuld wäscht, ist die Meute losgelassen. Das sind nicht nur intensive Bilder, sie sind vor allem sehr heutig und glaubwürdig und deshalb erschreckend. (...)
Aber es gibt auch prallen Glamour, wenn die Bühne zur glitzernden Showtreppe wird und die Tänzer des Balletts wie im Friedrichstadtpalast golden und glimmernd die Beine in die Höhe reißen. Jede Menge Ironie gibts inklusive.
Gefeiert werden zum Schluss 75 Mitwirkende - Solisten, Opernchor und das Ballett. (...)“ Volksstimme

“Riesengroß prangen die leuchtenden Buchstaben HERO vor dem Magdeburger Dom und lassen erahnen, dass hier in den kommenden zwei Stunden ein Held gefeiert wird. Aber so, wie er wohl noch nicht oft zuvor in einer Inszenierung des Musicals „Jesus Christ Superstar“ gefeiert wurde. (...)
Ritschels Inszenierung ist clean, modern, poppig, wirkt aber niemals krampfhaft modernisiert. Er hat die Story behutsam entstaubt, in einen heutigen Kontext gesetzt und erzählt vom Aufstieg und Fall einer herausragenden Persönlichkeit, die immense Begeisterung weckt und deshalb als eine Art Pop-Ikone, Filmstar, ja, Held verehrt wird. (...)
Als eine der schönsten Nummern, in der das großartige Orchester noch einmal im vollen Glanz erstrahlt, erweist sich die Schlussnummer „Johannes 19,41“. Was darauf folgt, sind stehende Ovationen eines begeisterten Publikums, das in der besuchten Vorstellung bei einer Lufttemperatur von nur elf Grad und teilweise im Nieselregen ausharrte, um diese moderne Passionsgeschichte, diesen Aufstieg und Fall eines Helden mitzuerleben. Und es hat sich gelohnt!“ Kulturfeder

“Die Kulisse ist grandios. Vor dem im Abenddunkel versinkenden Magdeburger Dom staffelt sich eine graumarmorierte Landschaft aus Treppen, in der Mitte und zu beiden Seiten, sowie Podesten in verschiedener Höhe. Dies ist die düstere Ödnis, in der sich das Schicksal des Jesus von Nazareth vollendet. Kein Winkel als Versteck, vollständiges Ausgeliefertsein: Die Titelfigur ist ihrer Bestimmung, die Darsteller sind sich selbst und dem Publikum ausgeliefert, das von einer Tribüne mit über 20 Reihen das Geschehen verfolgt. (...)
Die Story um Anbetung, Selbstzweifel und Verrat, um die ihre Pfründe verteidigende jüdische Priesterschaft, den zwischen Pflicht und Zweifel zerrissenen römischen Statthalter Pontius Pilatus, einen lächerlichen Judenkönig Herodes und, letztlich, eine manipulierbare Menge, die erst in mitreißend balladeskem Chorus »Hosanna« singt und dann, bewaffnet mit Stöcken, »Kreuziget ihn!« schreit, läuft in fixer Dekoration ab. Lebendig und auf Fernsicht ist das inszeniert. Wenn nach den massigen Gruppenbildern Jesus allein in der Weite der steinbruchartigen Gliederung steht, macht das seine Verlorenheit und Verletzlichkeit umso deutlicher. (...)
Tobias Bieri ist ein bis in Falsetthöhen strahlender Jesus, Timothy Roller sein darstellerisch schwergewichtiger Widerpart Judas, Julia Gámez Martín eine Maria Magdalena mit enormer stimmlicher Ausdruckskraft. Kati Farkas bringt das große Ensemble aus Chor und Ballett des Theaters Magdeburg choreografisch musterhaft zusammen, Damian Omansen lässt die Magdeburgische Philharmonie hinter den Kulissen kraftvoll aufspielen. Auch der Dom spielt selbstvergessen mit.“ ND-Neues Deutschland

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Wir sind ein international tätiges und in unserer kreativen Arbeit mehrfach ausgezeichnetes künstlerisches Team.
Unsere Ästhetik zeichnet sich vor allem durch eine zeitgenössische und inhaltlich geprägte Herangehensweise innerhalb der szenischen Künste aus, die dadurch zu sehr individuellen und unverwechselbaren Ergebnissen im künstlerischen Ausdruck führt. Die Kraft überzeugender Ideen.
Neben unseren gemeinsamen Projekten sind wir auch einzeln als Bühnenbildner und Kostümbildnerin tätig.

We are an internationally operating  artistic team with multiple awards for our creative work.
Our esthetics is distinguished by a contemporary and content-focused approach within  the scenic arts, which leads to highly individual and unique results in  its artistic expression. The power of convincing ideas.
Beside our common projects we are also working separately as set designer and as costume designer.
STORY

Jede erzählenswerte Geschichte braucht Leidenschaft und Originalität.

Every story worth telling needs passion and originality.
© RIFAIL AJDARPASIC & ARIANE ISABELL UNFRIED
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