Der Fliegende Holländer - Rifail Ajdarpasic & Ariane Isabell Unfried

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Fotos: Rifail Ajdarpasic
PRESSE | REVIEWS
“(...) Eine späte Chance zum Durchatmen gab es nach dem zweiten Aufzug, wo man sich entschlossen hatte, dem eigentlich durchkomponierten Stück eine Pause zu gönnen. (...) Doch war diese Zäsur der Regie von Carlos Wagner keineswegs abträglich, konnte nach der Pause die bisher vorhandene Spannung doch rasch wieder aufgebaut werden. Dabei half die karge Bühne von Rifail Ajdarpasic, die von einem Geflecht aus beweglichen roten Kordeln beherrscht wurde die zugleich als Schiffstaue und Spinngarn fungierten, welche von den Mädchen mit einer Art Laufrad gesponnen wurden.
Dreh- und Angelpunkt dieser Produktion aber war ein überdimensionaler Anker, der kurz vor dem Monolog des Holländers vom Schnür- in den Bühnenboden krachte und beim Auftauchen den Seemann empor brachte. Das dabei entstandene Loch stand symbolisch für allerlei klaffende Wunden, seelische Abgründe, die (Sehn-)Sucht nach dem Jenseits - ein bodenloses Nichts, das viel Spielraum für Assoziationen bot. (...) Ohnehin ist Senta in Wagners Inszenierung eine von der Geschichte um den verfluchten Seefahrer Getriebene und Gezeichnete. Das zeigte sich am krassesten am Ende der Oper: Um ihren Geliebten von allem Elend zu befreien, bricht sie ihm das Genick; gemeinsam stürzen beide in das klaffende Loch.(...)“ Opernglas

“(...) Ein Riesenanker, der aus der Höhe herabstürzt, den Bühnenboden zerschlägt und so eine Wunde als Metapher darstellt. Dass aus diesem Loch der Holländer, an den Anker gefesselt, ja wie ans Kreuz geschlagen, aus der Tiefe hochsteigt, ist ein genialer Regieeinfall, (...). Über den Kieler Holländer wird und muss man sprechen!“ Opernnetz

“(...) Großartig an diesem Abend das Philharmonische Orchester, das fein abgestimmt unter der Leitung des Generalmusikdirektors Georg Fritzsch um einen rechten Wagner-Sound bemüht ist. Das Bühnenbild von Rifail Ajdarpasic ist geheimnisvoll mit sich drehenden Mühlen, Kraft übertragenden Seilen und Rädern, die an die Stelle der Spinnräder treten. In die runde Ensembleleistung der Stammsängerinnen und -sänger fügen sich die renommierten Gäste – deren saubere Aussprache beeindruckt – nahtlos ein. Ein großer Abend, der begeistert vom Premierenpublikum gefeiert wird.“ Der Neue Merker

“(...) Für einen Moment öffnet sich schon während der aufgewühlten Ouvertüre der Bühnenraum. Senta blickt sehnsüchtig aufs Meer. Da, wo sie nicht ist, scheint das Glück. Doch aus der Enge des unmenschlich schnurrenden Räderwerks industrieller Revolution (Bühne: Rifail Ajdarpasic), die dem jungen, dann später selber auf Brokatkissen gebetteten Richard Wagner genauso verhasst war wie seiner weiblichen Hauptfigur, gibt es hier nur ein Entrinnen: den Freitod.
Die Legende vom Fliegenden Holländer fokussiert sich für Senta zum religiös obsessiven Fluchtpunkt. Der Anker seines Schiffes, der ihrem emotional überlaufenden Fass buchstäblich den Boden ausschlägt, wird zum Rettungsanker. Sein Leiden, vom finnischen Bassbariton Jukka Rasilainen mit zunehmender Intensität und Dichte knurrend ersungen, entspricht ihrem heiligen Schmerz. In Carlos Wagners Kieler Neuinszenierung sind Senta und die untote Titelfigur deshalb eins. (...) So weit, so überzeugend das Ganze. (...)“ Kieler Nachrichten

“Wie bringt man Segelschiffe auf die Bühne? Diese Frage stellt sich jedem, der Wagners "Fliegenden Holländer" inszeniert. Die jetzige Kieler Antwort von Carlos Wagner (der mit der Komponisten-Familie nicht verwandt ist): Überhaupt nicht. Oder allenfalls andeutend.
Stellvertretend durch Taue und stilisierte Takelage, wie sie dann Rifail Ajdarpasic mit Metallgestänge und Rädern entworfen hat. Davor stehen modernisierte Spinnräder. Dem Gestänge darüber ähnliche Geräte, auf denen die Frauen wie auf Fahrrädern sitzend ihre Arbeit verrichten. Ein merkwürdiges Einheitsbild, als ob es keinen Unterschied machte, ob man an Bord ist oder in einer Spinnstube.
Dieses "als ob" bestimmt auch die mehrfache Funktion eines Loches im Bühnenboden. Da versinkt zunächst das an Ketten hängende, Anker-artige Schiff des Holländers im Nebel, als ob es in eine stürmische See hinabtauchte. Dann bewundert Kapitän und Vater Daland darin den Reichtum des Fremden, als ob er dort eine Schatztruhe sähe. Senta blickt auf das Loch, als ob sie dort das Bild des Holländers erblickte. Und schließlich rollen sich Senta und der Holländer eng umschlungen in dieses Loch, als ob es der Meeresabgrund wäre.(...)
Mit den Kieler Philharmonikern schöpft Georg Fritzsch Wagners geniale Instrumentierung voll aus, ohne die Sänger einzuengen. Ein Sonderlob verdient Barbara Kler für die Einstudierung der Chöre, die zu einem tragenden Element des ganzen Abends werden. Nicht zuletzt ihrer suggestiven Wirkung ist es zu verdanken, dass die Aufführung fast ohne Widerspruch beklatscht wurde.“ SHZ - Schleswig-Holstein-Zeitung

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STORY

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Every story worth telling needs passion and originality.
© RIFAIL AJDARPASIC & ARIANE ISABELL UNFRIED
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